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18. Juli 2011

Heute ist der große Tag.

Ich bin mir nicht sicher ob er unter den anderen extrem übel unglaublich verrückten Tagen der letzten Woche den Titel des stressigen Tages in meinem Leben wirklich verdient hat. Aber er ist ganz sicher der Gipfel all dieser verrückten Tage!

Jaaaa…. es ist alles sehr sehr knapp.

Unter hochspannungsleistung versuchen Mira und ich irgendwie meinem Kram zu packen. Packen. Wiegen. Packen. Wiegen. Oh mein Gott ich brauch ne zweite Kiste…..Ahhhh. Ok. Ähm.

Paps versucht derweil die Pedale meines Rades zu entfernen, damit sie beim Flugtransport nicht abbrechen. Das passende Stichwort. Der Schlüssel um dies zu tun bricht tatsächlich ab. Ruhig bleiben.

Alles in allem hinterlasse ich doch ein dezentes Chaos in meiner WG steige mit nassen Haaren (ohne Visa-Karte, Tan-Liste, Spiegelreflex-Akku-Ladegerät und Nagellack ins Auto Richtung Flughafen.

Der Check-in verläuft wie geplant (bis auf die Sache mit den Pedalen. Ich muss unterschreiben, dass die Fluggesellschaft nicht dafür haftet).

Dann die frohe Botschaft: mein Flug hat vier Stunden…dann drei Verspätung.
Meinen Anschlussflug bekomm ich dann auch nicht. Achso. An den Kundenservice soll ich mich melden?????? Im Nachhinein versteht sich. Ja sind die denn…..???!?!?!?!?!

Ruhig bleiben hat Paps gesagt. Und er schlägt mir vor, ich müsse mir um 23 Uhr in Oslo am Fulghafen ja kein Hotel suchen. Ich könnte ja auch einfach im Flughafen schlafen. Wie cool ist das denn????? Hallo? das sagt MEIN PAPS zu mir wo jeder andere wahrscheinlich vor Sorge nicht schlafen kann. In Erinnerung an all die Hörsaalübenachtungen bin ich natürlich gleich Feer und Flamme und freue mich sogar ein bisschen drauf.

Ein großes Kompliment an den kreativen Geist dieses Zettels. Da scheint mich jemand ziemlich gut zu kennen! 🙂
Ich musste so lachen! 🙂

OK. Dann ist es soweit. Die Maschine kommt. Ab nach Berlin.

”Bild3″

Yippie… 6 Stunden warten auf meinen Flughaven. Kenne Berlin-Tegel jetzt auch doch ganz gut.
Air Berlin ist aber ne echte Katastrophe. Ich muss in einen (Entschuldigung für all die überemotionalen Beschreibungen und Kraftausdrücke, aber ich bin wirklich so erstaunt über diesen Tag) erbärmlichen Schalter um dort mit allen anderen armen Opfern des Gepäckverlustes und der Unfähigkeit der Flugkonzerne Ewigkeiten anstehen um (Achtung: jetzt kommts) mein ganzes Gepäck abzuholen und erneut einzuchecken. Inklusive Fahrrad. HALLLLLOOOOO??????
Die kleine Revoluzzer-Britta in mir schreit bei dieser Unverschämtheit natürlich auf und bringt mich nach einer halben Stunde Wartezeit pro Person (!) dazu mein Projekt „Gepäck selbst abholen“ zu beenden und den Air-Berlin-Leuten zu sagen, dass sie das bitte selbst tun sollen. Kann ja nicht so schwer sein. Ist es aber scheinbar. Nach einigen (nicht streitfreien) Gesprächen wollen sie es also doch versuchen. Aber sie können mir halt eh nicht garantieren, dass mein Gepäck nicht verloren geht. Unfassbar!!!!

Ja ich mache aber erst mal Pause….ein bisschen zu lang. Ganz gestresst stelle ich mich doch noch mal an diesem Schalter an um sicher zu gehen, dass mein Gepäck automatisch eingecheckt wird. Und wirklich ganz kurz vor knapp beweist mir Airberlin dann doch seine Unfähigkeit. Ich also alleine sehr gestresst mit Fahrrad im Karton, Fahrradtasche, Reisetasche, Schlafsack, Isomatte zum Schalter.

Doch bevor ich das Risiko eines Gepäckverlustes einchecke hole ich noch den Randy aus der Reisetasche. Oh mein Goot ist das ne gut Idee!

….geschafft. *puh* Ich soll also doch rechtzeitig inklusive Gepäck in Norwegen ankommen.

Im Flugzeug nach Oslo sitze ich neben einer sehr netten Norwegerin, die wirklich ganz freundlich ist und richtig Vorfreude auf die Menschen dort macht. Da es im Winter ja ganz kalt und dunkel (unteranderem teuer, depressiv, selbstmordratenerhöhend und gaumenermüdend) ist, ist es im Sommer ja auch länger hell. Ja und deswegen kann ich um elf auch noch richtig was sehen. 🙂 

Der Flughafen in Oslo ist toll und sehr modern.

Ich komme erstaunt an und versuche zu realisieren, dass ich jetzt für neun Monate in einem anderen Land wohne. … Unmöglich. Mein Hirn ist zu beschäftigt mit den ganzen Eindrücken…:)

Baue mein Rad zusammen und suche mir ein schönes Schlafplätzchen.

God natt, Britta!

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